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Im Jahr 1988 suchte eine lose Zusammenkunft von heranwachsenden Jugendlichen einen Treffpunkt, der ihnen die Möglichkeit der Selbstverwirklichung geben sollte.
Schnell war eine nicht mehr in Benutzung befindliche Holzhütte auf der Hofstelle von Stefan Rieger Senior in Brastelburg ausgemacht. Jetzt galt des nur noch den Eigentümer von unseren “Bauplänen” zu überzeugen. Erstaunlicher Weise war nur sehr wenig Überzeugungsarbeit nötig, um das Einverständis vom Stefan Rieger zu bekommen.
- Nun war klar: “Wir bauen in Brastelburg”
Mit dem wenigen Sachverstand, von heranwachsenden 16-jährigen “Halbstarken” machten wir uns ohne grossartige Planung an die Arbeit. Mit einfachsten Mitteln wurde ein Boden in der Hütte betoniert, die Wände wurden mit Brettern verschalt, die wir aus alten Paletten recyceln konnten. Auch unter Mithilfe von einigen Eltern sowie Nachbarn konnten wir im August 1988 ein zünftiges Einweihungsfest feiern. Damals ahnten wir noch nicht, dass dieses Einweihungsfest der Auftakt zu zahlreichen Partys und Feten sein sollte, die schon bald zum Geheimtip werden sollten.
Von Beginn an wollten wir sowohl unsere Eltern als auch die Bewohner von Brastelburg davon überzeugen, dass es sich bei den Mitlgliedern der Brastelburger Hütte nicht um eine Gemeinschaft von “haschischrauchenden Langhaardackeln” handelt. Wir setzten deshalb auf Transparenz unserer Gemeinschaft und veranstalteten schon im ersten Jahr ein Sommerfest, zudem wir zunächst nur alle Freunde und Gönner eingeladen hatten.
Im Laufe der Jahre wurde dieses “Hüttenfest” immer grösser und grösser. Zum 20-jährien Jubileum 2008 hatten wir mehrere hundert Gäste aus der ganzen Region.
Mit den Erlösen aus unseren Aktivitäten unterstützen wir seit langem soziale Projekte wie zum Beispiel die Missionsstation in Manglaralto (Ecuador) sowie Projekte in unserer unmittelbaren Umgebung.
Mit zunehmendem Alter und gewisser beruflicher Erfahrung war der Zustand unserer “ersten” Hütte nicht mehr zufriedenstellend und so haben wir über die Jahre viel Zeit und Mühen in den weiteren Ausbau gesteckt.
Allen Unkenrufen zum Trotz besteht die Hütte jetzt schon mehr als 22 Jahre. Es hat sich über diesen Zeitraum eine Kameradschaft entwickelt, die sich über Freitzeitaktivitäten hinaus erstreckt und mittlerweile wächst auch schon die nächste Generation heran.
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